Goldfische erfolgreich halten

Um Goldfischen ein artgerechtes Zuhause zu bieten, sind einige Regeln zu beachten. 
 
 1) Goldfische sind gesellige Fische und sollten in einer Gruppe von mindestens 5 Tieren gehalten werden. 
 2) Als absolute Mindestvoraussetzung für 5-6 erwachsene Goldfische empfehlen wir ein 300l Becken mit folgenden Abmessungen: 120 x 50 x 50 cm. Sollen mehr Goldfische im Aquarium gehalten werden, rechnen Sie mit 50 weiteren Litern Aquarienwasser pro zusätzlichem Fisch. 
 3) Ein absolutes Muss ist eine ausreichende Filterung. 
 Bedenken Sie, dass es in der Aquaristik keinen zu großen Filter gibt, nur zu kleine. In diesem Fall gilt: "Je mehr, desto besser!
 4) Die Karbonathärte ist einer der wichtigsten Wasserparameter in der Goldfischhaltung. Die Karbonathärte sollte bei einer erfolgreichen Goldfischhaltung bei 8-9° deutscher Karbonathärte liegen. Dieser Wert variiert im Leitungswasser je nach Region und kann bei starker Fütterung schnell sinken. Es empfiehlt sich daher, die Karbonathärte zu kennen und ggf. mit bestimmten Produkten zu erhöhen. Eine auf Dauer zu niedrige Härte kann zu kranken Tieren führen, sie schwächt deren Immunsystem und macht sie somit für eine Vielzahl von Krankheiten anfällig.
 5) Die Wassertemperatur ist ein weiterer wichtiger Faktor. Ich weigere mich, Goldfische Kaltwasserfische zu nennen. Es ist so nämlich nicht richtig. Goldfische sind Warmwasserfische, welche recht gut mit kaltem Wasser zurechtkommen. Besonders Importe kennen kein kaltes Wasser. Sie stammen aus Ländern, in denen die durchschnittliche Wassertemperatur 28-30°C beträgt. Wenn wir sie bei uns in 20°C kaltem Wasser halten, werden sie unter Umständen krank. Bei einer Wassertemperatur von 25°C hingegen zeigen sie keinerlei Probleme. Daher empfehlen wir die Haltung der Goldfische eben auf dieser Temperatur von 25°C.
 6) Die Fütterung ist ein weiterer wichtiger Faktor. Die Goldfische sind nicht gerade wählerisch, was das Futter angeht. Wir empfehlen jedoch eine sehr abwechslungsreiche Fütterung und wir empfehlen, die Fische mehrfach am Tag zu füttern. Hierbei sollten immer nur sehr kleine Portionen Futter, welche binnen 20-30 Sekunden verschlungen sind, verfüttert werden. 
 Dies verhindert eine Überfütterung und unter Umständen den Tod der Goldfische. Wir nehmen strikt Abstand davon, Goldfische nur alle 2-3 Tage einmalig zu füttern. Dies ist für das Fressverhalten der Goldfische nicht physiologisch. Auch in der freien Natur fressen Goldfische ununterbrochen den ganzen Tag kleinste Mengen an Futter. Dies gilt es im Aquarium nachzuahmen. Die Verwendung eines gut eingestellten Futterautomaten kann in diesem Fall Gold wert sein. 
 7) Als Bodengrund ist feiner Sand zu bevorzugen. Goldfische gründeln sehr gerne. Dies können sie am besten im Sand. Kies empfehlen wir nur, wenn es sehr feinkörniger Kies ist. Gröberer Kies kann verschluckt werden und zum Tod des Goldfisches führen. Dies ist bereits schon vielen Haltern allzu oft passiert.
 8) Wir empfehlen Goldfische immer im reinen Artenbecken zu halten. Beifische werden allzu gerne verspeist, wenn sie irgendwann ins Maul passen. Andere Beifische können Goldfischen auch gefährlich werden und sie verletzen. 
 9) Schnecken im Goldfischaquarium können sehr nützlich, aber auch gleichzeitig eine absolute Todesgefahr sein. Kleine Schnecken und generell Schnecken, welche sich vermehren können, sind für die Haltung mit Goldfischen absolut ungeeignet. Sie können von Goldfischen verschluckt werden und zum Tod des Goldfisches führen. Wir empfehlen Schnecken, welche sich nur im Brackwasser vermehren können, wie z.B. die Anthrazit Napfschnecken oder Rennschnecken (Im Shop zu finden). Diese sind von Anfang an zu groß, um verschluckt zu werden, werden nicht durch unkontrollierte Vermehrung zur Plage und halten jedes Aquarium absolut frei von Algen.